Ergotherapie
Ergotherapie

Ergotherapie – was ist das?

Der Begriff Ergotherapie hat seine Wurzeln in der griechischen Sprache und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „Ergon“ für tun, handeln und arbeiten sowie „Therapie“ für behandeln, pflegen und begleiten. In diesem Sinne soll Ergotherapie helfen, die körperlichen, geistigen und psychischen Handlungsvoraussetzungen von Patienten zu verbessern und die Selbständigkeit im Alltag zu erhalten oder wiederherstellen.

Benötigt wird eine ergotherapeutische Behandlung beispielsweise nach Durchblutungsstörungen im Gehirn, Hirnblutungen, Knochenbrüchen von Schulter und Arm, bei Morbus Parkinson, Multipler Sklerose und rheumatischen Erkrankungen.

Ergotherapie: Unsere Ziele

Unser Team von erfahrenen Ergotherapeuten betreut Patienten aus der Neurologischen Frührehabilitation, der akut- geriatrischen Frührehabilitation und der Geriatrischen Tagesklinik. Zunächst erheben wir den Befund und erarbeiten dann gemeinsam mit den Patienten Therapieziele wie:

  • Die Verbesserung der Selbsthilfefähigkeit
  • Eine bessere Wahrnehmung in allen Sinnesbereichen
  • Erhaltung oder Erweiterung der Gelenkbeweglichkeit
  • Die Stärkung von Aufmerksamkeit, Orientierung und Konzentration
  • Die Stabilisierung von alltagsbezogenen Gedächtnisleistungen
  • Die Verbesserung der Handlungs- und Bewegungsplanung sowie -durchführung
  • Die Anwendung von Kompensationstechniken bei bleibenden Beeinträchtigungen
  • Das Umsetzen des Gelenkschutzes im Alltag
  • Die Erprobung von Hilfsmitteln
Danach wird ein Plan erstellt, wie die vereinbarten Therapieziele erreicht werden können. Dabei geht es zunächst meist um elementare Fähigkeiten wie sich selbständig zu waschen, anzuziehen, Mahlzeiten einzunehmen oder auch zubereiten zu können.
  • Andrea Dunker

    Andrea Dunker

    Leitung Ergotherapie





Bobath, Perfetti & Co

Aufgrund der Vielschichtigkeit der Krankheitsbilder unserer Patienten und der unterschiedlichen Schwere ihrer Beeinträchtigungen werden alle Patienten in Einzeltherapie behandelt. Dabei arbeiten wir schwerpunktmäßig nach Therapiekonzepten und -methoden wie:

Bobath
Das Bobath- Konzept ist ein ganzheitliches Therapiekonzept auf neuro- physiologischer Grundlage für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen. Der Patient soll mehr Selbständigkeit im Alltag erlangen und Folgeschäden (z.B. Gelenkeinschränkungen und Schmerzen) vermieden werden.
Perfetti
Die „Kognitiv Therapeutischen Übungen nach Perfetti“ sind eine Behandlungsform für die Rehabilitation von Patienten nach einem Schlaganfall. Die Grundlage der Therapie ist der Tastsinn, der eine wesentliche Rolle bei der Reorganisation von Bewegungen spielt. Dem zentralen Nervensystem sollen so primär z. B. Informationsaufnahme und – verarbeitung vermittelt werden.
PNF
Die „Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation“ fördert das Zusammenspiel von Rezeptoren, Nerven und Muskeln. Diese Methode arbeitet mit definierten Bewegungsmustern (Pattern), welche sich an der normalen motorischen Entwicklung orientieren. So sollen z. B. abnorme Bewegungsmuster vermieden werden und sich die Muskelspannung normalisieren.
Affolter
Das Affolter- Modell ist ein Therapiekonzept für Menschen mit Schwierigkeiten in der Organisation der Wahrnehmung. Durch gezieltes Unterstützen (Führen) des Therapeuten wird dem Patienten geholfen, Lösungen von Alltagsproblemen zu finden um seine Selbsthilfefähigkeit zu verbessern.
Basale Stimulation

Der Begriff „basale Stimulation“ beschreibt ein Konzept, das schwerstpflegebedürftigen Menschen mit Wahrnehmungsverlusten den Kontakt mit ihrer Umwelt ermöglichen soll. Durch Reizsetzungen werden alle Sinne angesprochen.

Um Menschen mit Demenz fachgerecht behandeln zu können, haben einige unserer Therapeuten außerdem an speziellen Fachfortbildungen teilgenommen.

Ergotherapie: Einzelne Therapieverfahren

Am Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand kommen vielfältige ergotherapeutische Verfahren mit ihren unterschiedlichen Zielsetzungen zur Anwendung. Hier einige Beispiele:

  • Mit funktioneller Therapie werden physiologische Bewegungsabläufe wieder erarbeitet, die Beweglichkeit erweitert sowie Geschicklichkeit und Koordination trainiert.
  • Das Wahrnehmungstraining schult vor allem die sensorischen Fähigkeiten sowie die Raum- und Körperwahrnehmung.
  • Beim Hirnleistungstraining aktivieren und stimulieren wir die geistigen Funktionen und Fähigkeiten.
  • Die PC-gestützten Therapie für den Oberkörper dient der Verbesserung von Auge-Hand-Koordination, Hand-Arm-Motorik sowie Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit.
  • Beim Medi Taping legen wir elastische Klebestreifen im Muskelverlauf mit einer speziellen Zugtechnik an. Damit können Schmerzen, Durchblutung und Lymph-Abfluss positiv beeinflusst werden. Dieses Verfahren ist für unsere Patienten kostenlos.

Hilfsmittelberatung für Patienten und Angehörige

Im Rahmen der Hilfsmittelberatung und -versorgung informieren wir Patienten und Angehörige über Möglichkeiten zur Unterstützung der Mobilität: beispielsweise über häusliche Hilfsmittel im Badezimmer, Rollstühle und Alltagshilfen wie Einhänderbretter, Griffverdickungen und Strumpfanzieher. Im hausinternen Übungsbad werden die Hilfsmittel für das Badezimmer gezeigt und gemeinsam ausprobiert. Um einen möglichst nahtlosen Übergang vom Krankenhaus in die Häuslichkeit zu gewährleisten, arbeiten wir bei der Hilfsmittelversorgung mit allen Sanitätshäusern im Großbereich Hamburg zusammen.

Bei der Angehörigenberatung leiten wir die Angehörigen an, mit dem Alltag und seinen Einschränkungen für die Betroffenen zurechtzukommen. Dabei arbeiten wir eng mit dem Projekt Betreuung pflegender Angehöriger zusammen und geben Hilfestellung beim Umgang mit den verordneten Hilfsmitteln


Therapie: Ihre Ansprechpartner

Frank Siegmon

Frank Siegmon





Tel: +49 (0)40 75 205 - 110
Fax: +49 (0)40 75 205 - 717

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Markus Wille

Markus Wille





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Andrea Dunker

Andrea Dunker





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Jutta Lemkau

Jutta Lemkau





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Fax: +49 (0)40 75 205 - 717

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Dr.  
 Daniela Mölleken-Hinz

Dr. Daniela Mölleken-Hinz





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Fax: +49 (0)40 75 205 - 717

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