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Aktuelle Leistenbruchchirurgie

Der Leistenbruch

In der modernen Leistenbruchchirurgie werden "offene" Operationsverfahren und endoskopische Techniken ("Schlüssellochchirurgie") angewandt. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile, auf die weiter unten eingegangen wird. Da die Leistenbruchbefunde, die Lebensumstände, körperlichen Gegebenheiten und Begleitkrankheiten der Patienten sehr unterschiedlich sind, gibt es kein Verfahren welches für alle Patienten das Beste ist.

Die Operateure des Hernienzentrum Wilhelmsburg haben sowohl bei den "offenen" Verfahren (Lichtenstein / Shouldice) als auch bei den endoskopischen Techniken eine sehr große operative Erfahrung.

Die "offenen" Verfahren erfolgen in der Regel in örtlicher Betäubung über einen 4 bis 7cm langen Leistenschnitt. Unter Berücksichtigung des Operationsbefundes wird während des Eingriffes entschieden, ob ein kleines (6x12cm) Kunststoffnetz erforderlich ist oder nicht. Die örtliche Betäubung ist lediglich bei Patienten mit sehr großen Brüchen und ungünstigen anatomischen Bedingungen, wie z.B. ausgeprägtem Übergewicht ungeeignet.

Endoskopische Verfahren (Schlüssellochtechnik):
Bei der endoskopischen Technik wird zum Bruchverschluß von innen unter Kamerasicht ein 10x15cm großes Kunststoffnetz zwischen Bauchfell und Bauchwand eingesetzt. Der Eingriff erfolgt über 3 maximal 1cm lange Hautschnitte. Bei der endoskopischen Operation ist immer eine Vollnarkose notwendig, weshalb sie für Patienten mit Narkoserisiken nicht das Verfahren der Wahl ist.

Die Vorteile der "offenen" Verfahren (4 bis 7cm Leistenschnitt):

  • sehr gut in örtlicher Betäubung durchführbar (ist keine Rückenmarksbetäubung!)
  • Operation auch ohne Kunststoffnetz möglich (siehe Shouldice-OP)
  • Netze kleiner (6x12cm)

Nachteile der "offenen" Verfahren:

  • Hautschnitt größer
  • Postoperativ etwas mehr Schmerzen

Die Vorteile der endoskopischen Operationsverfahren ("Schlüssellochchirurgie"):

  • Winzige Hautschnitte
  • Beidseitige Leistenbruchversorgung in einer Operation ohne zusätzliche Hautschnitte möglich
  • Postoperativ etwas geringerer Schmerzmittelbedarf

Die Nachteile der endoskopischen Operationsverfahren ("Schlüssellochchirurgie"):

  • immer größere Netze erforderlich (10x15cm)
  • immer Vollnarkose erforderlich

Einzelheiten zu den Operationsverfahren sind unter den folgenden Begriffen zu erfahren:

Lichtenstein
Shouldice
Endoskopisch transperitoneale Hernienoperation (TAPP)
Die Leistenbruchoperation beim Kind
 

Kontakt zum Hernienzentrum

Dr..med..Wolfgang Reinpold
Chefarzt des Hernienzentrums


Marion Kohnen
Sekretariat des Hernienzentrums
Tel.: 040 - 75 205 - 225 | Fax: - 357

Chirurische Sprechstunde
Tel.: 040 - 75 205 - 225 | Fax: - 723

Station der Chirurgie
Tel.: 040 - 75 205 - 243 | Fax: - 702

Hotline für chirurgische Notfälle
Tel.: 040 - 75 205 - 6233

 
Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
Groß-Sand 3  |  21107 Hamburg

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Das 4. Wilhelmsburger Herniensymposium mit internationalen Referenten fand am 20./21.01.2012 in Hamburg statt. 

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