
Psychotherapie und Beratung
In psychotherapeutischen Gesprächen geht es häufig darum, dass die Seele der Patienten in der Krisensituation einer Erkrankung Entlastung findet, beispielsweise bei starken Schmerzzuständen oder bei Herz-Kreislauferkrankungen. Manchmal sind diese Gespräche aber auch der Beginn einer tiefer gehenden Behandlung, zumal dann, wenn schon vor dem Krankenhausaufenthalt eines Patienten beispielsweise eine Depression oder Angsterkrankung vorlag. Darüber hinaus begleiten wir auch Schwerstkranke in der Sterbephase, wenn sie es wünschen. Überdies beraten wir unsere Patienten über Angebote von Selbsthilfegruppen oder Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken und informieren über den Umgang und die Behandlung psychischer Erkrankungen.
Neuropsychologische Untersuchungen
Infolge einer Erkrankung des Gehirns oder einer Kopfverletzung kommt es oft zu Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Dabei können die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Wahrnehmung oder andere geistige Funktionen betroffen sein. Manchmal ist auch die Gefühlslage verändert. In der Neuropsychologie untersuchen wir diese Fähigkeiten anhand von wissenschaftlich begründeten psychologischen Testverfahren. Dabei können wir gemeinsam mit einem Patienten feststellen, ob gestörte Bereiche vorliegen, die den Betroffenen in seinen Alltagsabläufen behindern und voraussichtlich auch in Zukunft behindern werden. Daraufhin planen wir die anschließende neuropsychologische Therapie, die häufig auch von den Ergotherapeutinnen unterstützt wird. Bei speziellen Anlässen oder auf Wunsch von Patienten führen wir zudem eine Voruntersuchung zur Fahreignung durch. Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) des TÜV kann dadurch jedoch nicht ersetzt werden.
Neuropsychologische Therapie
Aufbauend auf der neuropsychologischen Diagnostik kann eine neuropsychologische Therapie folgen. Unter Berücksichtigung der verbliebenen Stärken und Potentiale eines Patienten wird daran gearbeitet, Beeinträchtigungen in der Konzentrationsfähigkeit oder Gedächtnisleistung zu verbessern oder Defizite zu kompensieren. Bestandteil der Therapie ist auch, Patienten über das Krankheitsgeschehen zu informieren und sie auf mögliche Folgen vorzubereiten. Ziel der neuropsychologischen Therapie ist es, Patienten unter Einbeziehung ihrer individuellen Bedürfnisse eine bestmögliche Wiedereingliederung in den privaten, sozialen und beruflichen Alltag zu ermöglichen.
Demenzdiagnostik
Im höheren Lebensalter lässt die mentale Leistungsfähigkeit in der Regel nach, häufig kommt es zu Demenz-Erkrankungen. Die neuropsychologische Diagnostik leistet zum frühzeitige Erkennen einer solchen Erkrankung einen maßgeblichen Beitrag und kann beispielsweise zwischen einer Demenz und einer in den Symptomen sehr ähnlichen Depression unterscheiden. Damit können die Behandlungsmöglichkeiten zum Wohle der Patienten ausdifferenziert werden.
Entspannungsgruppe
Krankheit bedeutet oft Stress und zieht gesundheitliche Folgen wie eine Erhöhung des Blutdrucks und eine erhöhte Grundspannung im Körper nach sich. Diesem Stress kann durch gezielte Muskelentspannung entgegengewirkt werden. Für interessierte Patienten bieten wir zweimal wöchentlich die Teilnahme an einer Entspannungsgruppe an, in der die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson erlernt und später eigenständig angewendet werden kann.
Angehörigenberatung
Nicht nur Patienten sind von den Folgen einer Erkrankung betroffen, sondern auch die Angehörigen. Deshalb informieren wir beispielsweise über Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme nach einem Schlaganfall und bieten psychologische Unterstützung an, wenn nahe Angehörige unheilbar erkrankt sind. Außerdem nehmen wir bei eine vermuteten Demenz häufig Kontakt zu der Familie des Patienten auf, um wichtige Informationen über bereits länger bestehende Alltagsprobleme zu erhalten.