Startseite > SpezialgebieteHernienzentrum > Kunststoffnetze

Hernienzentrum Wilhelmsburg

Keine Angst vor Kunststoffnetzen

Unser Credo:
ohne Netze geht es oft nicht. Wenn mit Netz, dann möglichst klein, leicht und verträglich.

Die Verwendung von Kunststoffnetzen in der Leisten- und Bauchwand- bruchchirurgie wird in Deutschland noch immer kontrovers diskutiert, weil jedes Kunststoffnetz im Körper eine gewisse Fremdkörperreaktion hervorruft und die Netze lebenslang im Patienten verbleiben.

Tatsache ist, dass Kunststoffnetze aus der modernen Hernienchirirgie bei Erwachsenen nicht mehr wegzudenken sind, zumal die Netze mit immer geringen Kunststoffmengen gefertigt werden und im Allgemeinen sehr gut verträglich sind. Auch wir verwenden Kunsttoffnetze mit Bedacht, weil wir Ihnen die Antwort schuldig bleiben, wie Ihr Netz wohl in 30 oder 40 Jahren aussieht. Wir haben mit den von uns seit über 10 Jahren verwendeten Polypropylennetzen keine schlechten Erfahrungen gemacht, Netzabstoßungen traten nicht auf und wir mussten keine der von uns implantierten Prothesen entfernen. Es gibt keinen Hinweis für ein Krebsrisiko der Polypropylennetze. Bei Kindern verzichten wir generell auf den Einsatz von Kunststoffnetzen. Bei Patienten mit großen Leistenbrüchen, Wiederholungsbrüchen, ungünstigen Bindegewebsverhältnissen und Risikofaktoren ist der Einsatz von Kunststoffnetzen zur Vermeidung eines Wiederholungsbruches ratsam. Unverzichtbar sind Kunststoffnetze bei Narbenbruchoperationen und bei endoskopischen Leistenbruchoperationen (Schlüssellochchirugie).

Wir beschränken die Größe der Kunststoffnetze auf das Notwendige, verwenden möglichst leichtgewichtige Kunststoffnetze, die nach dem aktuellen Forschungstand aus den am besten verträglichen Materialien gefertigt sind.

Neuerdings gibt es leichtgewichtige titanversiegelte Polypropylennetze, bei denen der Körper praktisch nicht mehr mit dem Kunststoff in Berührung kommt. Durch seine sehr gute Verträglichkeit gilt Titan in der Medizin seit Jahren als Implantatwerkstoff der ersten Wahl. Erste Tierversuche mit leichtgewichtigen titanversiegelten Polypropylennetzen zeigen eine deutlich verringerte Fremdkörperreaktion. Durch die Verwendung titanversiegelter Implantate könnte sich die bei uns ohnehin sehr niedrige Rate postoperativer Wundwasseransammlungen (Serome) und chronischer Schmerzen weiter verringern.



Polypropylennetze - links:

Herkömmliches Gewebe

rechts:
Titanversiegeltes Polypropylennetz mit nur einem Fünftel der Masse des herkömmlichen Gewebes


Querschnitt eines titanversiegelten Polypropylenfadens

Kontakt zum Hernienzentrum

Dr..med..Wolfgang Reinpold
Chefarzt des Hernienzentrums


Marion Kohnen
Sekretariat des Hernienzentrums
Tel.: 040 - 75 205 - 225 | Fax: - 357

Chirurische Sprechstunde
Tel.: 040 - 75 205 - 225 | Fax: - 723

Station der Chirurgie
Tel.: 040 - 75 205 - 243 | Fax: - 702

Hotline für chirurgische Notfälle
Tel.: 040 - 75 205 - 6233

 
Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand
Groß-Sand 3  |  21107 Hamburg

E-Mail schreiben

Herniensymposium

Das 4. Wilhelmsburger Herniensymposium mit internationalen Referenten wird am 20./21.01.2012 in Hamburg stattfinden.

Als Highlight sind wieder Live-Operationen aus dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand geplant.
Renommierte Hernien-Experten aus dem In- und Ausland werden einen Überblick über die neuesten Entwicklungen der Hernienchirurgie geben.

Hernie kompakt

Fortbildungskurs vom 17. - 19. Januar 2012 in Hamburg
Ankündigung

 

Weitere Informationen bekommen Sie hier:
www.hernie-kompakt.de