
Operation nach Lichtenstein: Großer Leistenbruch, Leistenbruch mit Risikofaktoren, Wiederholungsbruch
Die Operation nach Lichtenstein werden angewandt bei:

Prinzip der Operation:
Ein Kunststoffnetz verschließt von außen die Leistenbruchlücken. Die von uns verwendeten Netze sind sehr gut verträglich. In seltenen Fällen tritt ein Fremdkörpergefühl auf. Die Verletzung von Bauchorganen durch Netzwanderung ist bei der Lichtensteintechnik auszuschließen.
Ort und Länge des Hautschnitts wie bei der Shouldice-Operation. Nach Präparation des Bruchsacks, seiner Eröffnung und dem Zurückdrängen seines Inhalts (z.B. Darmschlingen) in die Bauchhöhle und Umstülpen oder Verschließen des Bruchsacks wird ein Kunststoffnetz (Polypropylen 6x12 cm) mit einem exakt definierten Durchlaß für den Samenstrang (Mutterband) der Bruchpforte in der Bauchwand weit überlappend aufgenäht (siehe Abb.).
Vorteil:
Die Operation ist schmerzfrei in örtlicher Betäubung durchführbar. Die maximale Bauchwandbelastung ist bereits 10 Tage nach der Operation möglich.
Nachteil: Fremdmaterial (Kunststoffnetz) verbleibt im Körper. Doppelseitige Brüche sollten nicht gleichzeitig operiert werden.