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Geschichte des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand

Mit dem Beginn der industriellen Entwicklung wanderten viele Arbeiterinnen und Arbeiter auf die bis dahin ländliche Insel Wilhelmsburg. 1889 eröffnete die Wollkämmerei ihre Tore. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter wurden aus der Provinz Posen angeworben. Sie waren vorwiegend katholisch und polnischsprachig. 1892 erfolgte die Inbetriebnahme des Wilhelmsburger Verschiebebahnhofs. Fast 1500 Eisenbahner kamen mit ihren Familien auf die Elbinsel, viele von ihnen waren ebenfalls katholisch. Nach der Inbetriebnahme der großen Weizenmühle Georg Plage (Diamantmehl) im Jahr 1897 wanderten neue Menschen zu.

Die Wollkämmerei am Reiherstieg war eines der größten Unternehmen Wilhelmsburgs und unterhielt ein Betriebskrankenhaus, das im II. Weltkrieg jedoch völlig zerstört wurde. 1948 stellte die katholische Kirchengemeinde ein Grundstück bereit und baute mit staatlicher Förderung ein neues 70-Betten Krankenhaus. Es wurde das erste freigemeinnützige Krankenhaus in Hamburg nach dem II. Weltkrieg. Damit war der Grundstein für eine langfristige und bis heute fruchtbare Zusammenarbeit von Kirche und der Freien und Hansestadt Hamburg gelegt.

Steigende Bevölkerungszahlen sowie eine sich ständig verbessernde medizinische Versorgung machten eine Erweiterung der Kapazitäten bald unumgänglich und so wurde die Bettenzahl im Jahr 1958 auf 159 erhöht. In den siebziger Jahren erfuhr das Krankenhaus eine erneuerte Erweiterung und Modernisierung auf 202 Betten. Gleichzeitig erfolgte eine Aufstockung des Altbaus und des Verwaltungstraktes, die Erweiterung der Heizzentrale, der Küche und der Wäscherei, der Neubau und die Erweiterung des OP-Bereiches, einer interdisziplinären Intensivstation mit zehn Betten, einer physikalischen Therapie und eines Bewegungsbades. Zudem wurde ein Schwesternwohnhaus gebaut.

Zu den neueren Entwicklungen des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand gehören neben einer ständigen Modernisierung der Operationssäle und der Medizintechnik ganz besonders der 1994 fertig gestellte Neubau der Abteilungen für Akutgeriatrie und geriatrische Frührehabilitation. Hier werden ältere Menschen aus Hamburg und Umgebung medizinisch und pflegerisch nach neuesten Erkenntnissen interdisziplinär betreut.

Im Jahr 2003 wurde der Neubau um eine Etage aufgestockt und so das Geriatriezentrum mit noch mehr Komfort und besseren Behandlungsmöglichkeiten für die Patienten geschaffen.
Zum anderen wurden die Stationen im Akutkrankenhaus komplett renoviert und mit Sanitärzonen versehen. In diesen Jahren ist auch das Hernienzentrum für die Behandlung von Bauchwandbrüchen eröffnet worden.

Durch den Neubau der Krankenhausküche schuf man Räumlichkeiten für eine Cafeteria. Die Küche versorgt nun nicht mehr ausschließlich die Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses, sondern beliefert auch Kindergärten und andere soziale Einrichtungen, wie beispielsweise aus der Altenpflege. Aber auch Besucher und Gäste können sich von dem wohlschmeckenden Angebot überzeugen.

Bilder aus der Geschichte des Krankenhauses

Aussenansicht
Hochwasser
OP
Zimmer
Zimmer
Zimmer

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