

Hilfe für Ghana - unter diesem Motto startet Dr. Wolfgang Reinpold, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung und des Hernienzentrums im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand in diesem Jahr eine humanitäre Hernien-Mission. Unter seiner Leitung wird ein achtköpfiges Team aus Norddeutschland vom 13. bis 20. Juni nach Afrika fliegen und dort unentgeltlich 70 Menschen mit Bauchwand- und Leistenbrüchen operieren. Dr. Reinpold: "Auch wir haben unsere Sorgen, aber es gibt eben Menschen, die viel ärmer dran sind. Für mich ist das Engagement in Ghana ein kleiner Beitrag, die Not auf der Welt zu lindern." Der Hamburger Hernienspezialist war bereits an drei Hernien-Missionen in der Dominikanischen Republik beteiligt.
In Ghana sind Bauchwand- und Leistenbrüche besonders in ländlichen Gegenden ein Problem. Denn dort, so die Europäische Hernien-Gesellschaft, ist die medizinische Versorgung derart unzureichend, dass weniger als 20 Prozent der notwendigen Operationen durchgeführt werden können. Außerdem kostet eine Operation in Ghana etwa 1000 US-Dollar, eine Summe, die für die meisten Ghanaer unerschwinglich ist. Die Folgen: Zahllose dauerhafte Missbildungen und bei schwerwiegender Einklemmung der inneren Organe auch der Tod. Mehr Informationen finden Sie auf der englischsprachigen Website www.operationhernia.org.uk.
Insgesamt 50.000 Euro werden für die Hernien-Operationen in der Region Takoradi/Ghana benötigt, unter anderem für Operationskittel, -abdeckungen, und -handschuhe, für Hernien-Kunststoffnetze, Nahtmaterial, Narkosemittel und Nadeln für die Spinalanästhesie sowie für den Transport nach Ghana. Erste Sach- und Geldspenden von Firmen und Privatpersonen sind bereits eingegangen, weitere Spenden für die teilweise lebensnotwendigen Operationen nimmt das Team der Humanitären Hernien-Mission gern entgegen.
Alle genannten Spenderinnen und Spender haben jeweils mindesten 50 Euro gespendet.