
Operation des Gallensteinleidens
Die Leber produziert Gallenflüssigkeit, die zur Verdauung über den Hauptgallengang in den Darm abgegeben wird. Als zusätzliches Reservoir ist an den Gallengang T-förmig die Gallenblase angeschlossen.
In der Gallenblase können sich die Gallensteine bilden, die zu Koliken oder zur Gallenblasenentzündung führen können. Fall ein Gallenstein in den Hauptgang gelangt und diesen blockiert, bekommt der Patient eine Gelbsucht und eventuell eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Bevor diese Komplikation eintreten kann, sollte bei Koliken die kranke Gallenblase mit den Steinen herausoperiert werden.

Bei dieser Operation wird in Vollnarkose durch einen Einstich am Nabel des Patienten eine Bauchspiegelung durchgeführt. Unter Sicht der Videokamarea wird dann über 2 bis 3 weitere kleine Einstiche die Gallenblase mit langen Operationsinstrumenten herausoperiert. Der Anschluß der Gallenblase und ihre Arterie werden mit Klipps verschlossen.
Die Gallenblase wird mit einem hochmodernen Ultraschallskalpell (schonender als ein Laser) ohne große Blutung von der Leber getrennt und danach über die kleine Nabelwunde entleert und entfernt.
Ist bei Ihnen eine Gallensteinoperation angezeigt, so erfolgt diese am Aufnahmetag und Sie können unser Krankenhaus in der Regel am 4. Tag nach der Operation wieder verlassen.