
Die Akutgeriatrie gehört zu einem Modellprojekt, dass von der Bundesregierung sowie der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert wird. Die Konzeption sieht ausdrücklich eine integrative Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand vor.
So kann ein Patient im Rahmen einer schweren Akuterkrankung zum Beispiel zunächst auf unserer Intensivstation internistisch behandelt werden. Nach der Behandlung auf der Intensivstation ist eine Weiterbehandlung in der Akutgeriatrie möglich, die intensivierte Rehabilitationsmaßnahmen einbezieht.
Insbesondere bei neurologisch-geriatrischem Rehabilitationsbedarf können Patienten im Rahmen eines therapeutischen Stufenplans frühzeitig in die Abteilung für Geriatrische Frührehabilitation verlegt werden oder - bei nicht mehr notwendiger vollständiger stationärer Versorgung - in die Tagesklinik. Dort stehen dann Rehabilitationsmaßnahmen im Vordergrund. Somit ist eine optimal angemessene und verknüpfte Behandlung von der Aufnahme bis zur Entlassung möglich.
Selbstverständlich ist eine Verlegung in die Akutgeriatrie auch von anderen Abteilungen des Hauses möglich. Auch externe Patienten können direkt vom niedergelassenen Arzt oder von einem anderen Krankenhaus in unsere Akutgeriatrie überwiesen werden.
Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit betreuenden Hausärzten, umliegenden ambulanten Pflegediensten, ambulanten therapeutischen und sozialen Einrichtungen, Hospizdiensten sowie Senioren- und Pflegeheimen. Auch bei zahlreichen allein wohnenden Patienten ist auf diese Weise trotz Pflegebedürftigkeit eine Entlassung nach Hause möglich, häufig mit Hilfe eines in der Wohnung installierten Not-Ruf-Systems. Mit einem solchen System können diese Patienten rasch Hilfe holen, beispielsweise nachts oder bei einem Sturz.
Durch die Angebote unserer Tagesklinik und unserer Abteilung für Geriatrische Frührehabilitation sowie der umliegenden Altentagesstätten und anderer sozialer Angebote für Senioren im Süderelberaum ist die Möglichkeit der weiteren rehabilitativen und sozialen Reaktivierung auch nach der Entlassung gegeben. Hier gibt es eine enge Absprache mit den jeweiligen Einrichtungen über den ärztlichen Dienst und unsere Sozialarbeiter.